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Mythencheck: Zuckeralkohole & Süßstoffe bei Diabetes

Was Erythrit, Xylit & Co. wirklich mit deinem Glukoseverlauf machen – und worauf du achten solltest.

6 Min Team WETID
Schale mit weißen Zuckerersatz-Kristallen und Löffel

Süß ohne Zucker klingt perfekt – doch Zuckeralkohole sind nicht automatisch „blutzuckerneutral“. Ein kurzer Faktencheck hilft, Überraschungen zu vermeiden.

Kurzfassung

  • Erythrit: Nahezu keine KH-Last, aber große Mengen können Magen zwicken. CGM bleibt meist flach.
  • Xylit / Birkenzucker: ~2,4 kcal/g, KH-Anteil wirkt bei einigen merkbar. Bei >15–20 g kann ein kleiner Bolus sinnvoll sein.
  • Sorbit / Maltit: Deutlich mehr KH-Wirkung (bis 60 % von Zucker). Bei „zuckerfreien“ Bonbons mit Sorbit lohnt eine Bolusgabe.

Checkliste für Produkte

  1. Zutatenliste lesen: Steht Maltit oder Isomalt ganz vorne? Dann ist ein Bolus meist nötig.
  2. Portionen realistisch wählen: „1 Bonbon“ ist selten deine echte Portion. Wiegt deine Handvoll 25 g? Dann rechne nach.
  3. Sensor beobachten: Neue Produkte immer mit CGM ausprobieren und Notizen in WETID-MyDia speichern.
  4. Magenfreundlich bleiben: Mehr als 30 g Zuckeralkohole/Tag können abführend wirken. Lieber verteilen.

Fazit: Süßstoffe sind Werkzeuge, keine Magie. Nutze sie gezielt, logge Effekte, passe Bolus und Timing an – dann bleiben Dessertmomente stressfrei.